Auf Schienen in die Region

Wie man merkt, lässt seit einiger Zeit meine Kreativität beim Titel ausdenken zu wünschen übrig, ich gelobe Besserung. Kommen wir zum Gegenstand dieses Artikels. Die Sonderzugfahrt in die Region und das damit verbunden Spiel.

alles was man für die Reise braucht

alles was man für die Reise braucht

alles was andere für die Reise brauchten

alles was andere für die Reise brauchten

Auf Sonderzugfahrten freue ich mich jedes mal wie doll. Dies war erst meine dritte und dennoch kann ich sagen, dass es jedes mal ein Highlight ist. Die Freude manifestiert sich schon Tage vorher und ich renne mit einem Grinsen und wirren Gedanken im Kopf durch die Gegend. Der Einkauf wird Samstag erledigt und während sich ca. 50% der Mitfahrer mittels Spumante, Bier und diesem wunderlichem Songcontest auf die Fahrt vorbereiten gehe ich ins Musical damit ich auch ja vorher keinen Schlaf bekomme.

So gegen 02:00 Uhr trudeln wir nach und nach am Ort der Abfahrt ein, wurden doch noch Helfer gesucht. Da keine Arbeit in Sicht war, halfen wir uns erst mal ein, zwei Bierchen rein. Wenn man schon wartet. Begrüßungen in alle Richtungen, Reiseequipment präsentieren und testen und dann auf den Zug warten. Der fährt leider im falschen Gleis ein. Das war in so fern blöd, dass vorher alle Getränke auf das andere Gleis gestellt wurden. Also Sachen ins Abteil geschmissen, sich kurz über die mangelnde Grundreinigung des Wagens aufgeregt (War wohl vorher mit den Golfsburgern unterwegs. Wieso die für die 20 Flitzpiepen nicht einfach n Bus mieten oder gleich zu Hause bleiben…) und rüber aufs andere Gleis, menschliche Kette bilden und Getränke verladen.

Getränkekette aufgrund spontaner Gleisänderung

Getränkekette aufgrund spontaner Gleisänderung

Als alles durch war dann am Wagen gemütlich mit Spumante angestoßen und die Sitzplatzverteilung vorgenommen. Da wir eine Tresenschicht samt DJ auf der Hintour übernommen haben, versuche ich die Schnaps und Bierreserven etwas zu verwalten und den Konsum einzudämmen. Das klappt nur bedingt aber es überstehen alle die Zeit bis um 08:00 ohne größeren Schaden und wir können in nahezu voller Besetzung antreten. Zum Tresendienst werden aber nur 3 Leute benötigt also sammeln sich Präsi, Vize Präsi und der Schwabe vor der Schänke während sich der zweite Vize Präsi mit dem Kassenwart und der eingekauften Tresenarbeitskraft dahinter aufbaut. ich lasse mir ne kurze Einweisung vom vorherigen DJ geben, stöpsel mich an und dann kanns auch schon losgehen.

Abteil zum Einzug

Abteil zum Einzug

Abteil nach Einzug

Abteil nach Einzug

Die 2,5h vergehen wie im Fluge und Max hat vorne zwischen dem Ausschank immer noch genug Zeit Luftballon Tiere zu formen und zu verschenken. So gehen neben Astra, Becks, Cider (war dann zügig alle), Guinnes und diversen Softdrinks dann auch Hunde, Schwerter und Hüte über den Tresen. Im Hintergrund läuft Punkrock und zwar laut und schnell. Ich versuche alle Wünsche zu erfüllen. Auf die Frage nach Tony Marshall oder den Flippers muss ich leider mitteilen, dass ich meinen CD Koffer mit der Scheißmusik heute zu Hause gelassen habe. 1h20min vor Ende der Fahrt leert sich langsam der Wagen. Meine große Stunde schlägt. die letzten Reste spiele ich mit Deutschpunk raus und dann kommt das große Finale. Ich läute es ein mit ULTRAVOX – DANCING WITH TEARS IN MY EYES und bewege mich bis zum Schluss nur in diesem Sektor. A Flock Of Seagulls, Phil Collins, Elton John, Kim Wilde, Blondie, Rainbirds. Für alle Anwesenden ein Fest.

auch am Trasen geht Sicherheit vor

auch am Trasen geht Sicherheit vor

vorm Stadion

vorm Stadion

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Laptop bei den Ordnern abgegeben, Bier für unterwegs geschnappt und dann ab aus dem Zug in den Bahnhof. Da wir noch auf einen lokalen Kontakt warten, sind wir nicht mit der Hauptgruppe mit. Sammeln und dann mit den restlichen Zu-Spät-Kommern der letzten Polizeikette hinterher. Die guckten dementsprechend auch verwirrt als wir dann fragten, ob wir mal durch könnten, sie hätten uns vergessen. Vorm Stadion dann Karten verteilt und ab gings. Zwei Sicherheitskontrollen später standen wir mit Bier und Wurst im Block und sicherten unsere Plätze. Blöd war hierbei allerdings, dass die nachrückenden Massen sich nicht nach oben zu den freien Plätzen begaben sondern nach unten gingen und so auch die Wege blockierten. Machte das mal raus zum Pinkeln gehen etwas schwierig.

Preise Kaiserslautern

Preise Kaiserslautern

viel Beton

viel Beton

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Bei eben jenem Rausgehen erblickte ich dann etwa in der Mitte des Spiels einen jungen Herren mit Geweih auf der Jacke. Es stellte sich heraus, dass er nicht für Jägermeister Werbung lief, also ließ ich ihn doch mit sehr deutlichen Worten wissen, wo er sich seine nationalistische Kackscheiße mal hinstecken könne. Darauf hin meinte sein Nebensteher, dass wir doch alle nur zum Fußball gucken hier wären. Mir platze der Kragen und ich frage mich wie ringsrum alle nur so ruhig bleiben konnten. Als er mich dann fragte ob der OSTBLOCK jetzt die GeStaPo der Fanpolizei wäre bot ich auch ihm an die Sache zu klären aber da wurde ich dann durch andere beruhigt und weggebracht. So lange solche Kacknasen noch an Karten kommen trauere ich um jeden, der wegen denen nicht ins Stadion kann.

Bezahlkarten...

Bezahlkarten…

Zum Spiel sei dann auch noch was gesagt: Spitze. Während der Block sang und sprang und schrie gaben auch die Jungs auf dem Rasen alles und führten 2:0 zur Halbzeit. Sehenswerter Fußball zum Schluss, wobei ich ja in der Vergangenheit mit Spielbewertungen eher zurückhaltend war. Zweite Halbzeit dann doch noch ein Gegentor gefangen aber dennoch 3 Punkte entführt. Mannschaft verabschiedet und dann aufn Weg zurück. Bemerkenswert hierbei und da kann ich mich dem magischenfcblog nur anschließen ist Schachten. Der Mann ackert wie ein großer, wetzt über den Platz wie ein Maurer und ist dann immer bei der Verabschiedung vorne mit dabei. Egal obs mal beschissen wie in Sandhausen lief oder wir gewinnen wie dieses mal. Ganz großes Tennis.

Auf der Rücktour hatten die Beamten dann scheinbar Feierabend und Fantrennung wurde dann mal klein geschrieben. Bis auf ein kleineres Gerangel am Bahnhof verlief es auch weitestgehend ruhig. Wer sich allerdings mit nem Pulli mit einem Reichsadler drauf in die Nähe von St.Pauli Fans stellt sollte sich dann nicht wundern wenn er sich dazu was anhören beziehungsweise fangen kann. Im Bahnhofstunnel konnte der junge Lauternfan neben mir gar nicht begreifen, dass es so was gibt. Beide Fangruppen nebeneinander und keiner bringt sich um. Am Gleis dann einige Polizisten und unser Zug, dazu diverse Damen und Herren aus der Region, die dann aber scheinbar das Gleis räumen mussten.

Der Sonderzug fährt ein, alle rein. Alle? Wo isn der Präsident und der Vize? Wir machen uns auf den Weg und suchen ihn, versuchen anzurufen, sind hektisch bis panisch. Alles grundlos, der Mann hatte es sich bereits wieder am Tresen gemütlich gemacht. Wir wollten unserem lokalen Kontakt aus Trier noch zeigen wie wir reisen, boten ihm ein Bier an und führten ihn herum. Leider vergaßen wir die Abfahrtszeit und als die Türen zu, jedoch nicht mehr aufgingen, sah man die Panik in seinen Augen. Die Flucht durchs Fenster wurde von der jähen Anfahrt des Zuges unterbrochen so dass wir ihn kurzerhand mit nach Hamburg nahmen. Montag war ja frei und ein Ticket hatten wir auch über.

Bier und Schnaps und Tanz und Sonderzug. So lässt sich die Rückfahrt zusammenfassen, und: „Was im Sonderzug passiert, bleibt im Sonderzug.“ Ankunft in HH, Sachen schnappen, Verabschiedung von allen und ich gehen zum Runterkommen zu Fuß nach Hause. Kein Bock auf die Bahnfahrt, ein bisschen Frischluft und Dauergrinsen.

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Danke lieber Fanladen fürs Ermöglichen, danke liebe Ordner für Ruhe und Geduld, danke liebe Orga-Crew für alles und jeden von euch und zuletzt danke an alle Mitreisenden dafür, dass ihr Sonderzugfahrten unvergesslich macht.

kein Spieltag ohne Senffleck

kein Spieltag ohne Senffleck

Wir verabschieden uns in die Sommerpause, los seid ihr uns aber noch nicht, wir sehen uns beim Fanclubturnier, Sommerfest, Fanladenumzug. Vielleicht tippen wir dazu auch was in den Blog und eventuell kotzen wir uns ja auch nochmal über die Blockeinteilung auf der Gegengerade aus. Alles könnte und vielleicht.

Gruß und Kuss

Euer Johnny.

Pathos bloggt
Bilder von AuxArmes(wesentlich besser als das was ihr hier sehen musstet)
Bilder von Gröni
der magische FC schreibt vom Geheimnis Sonderzug

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Ein Gedanke zu „Auf Schienen in die Region

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