Auswärts nach Braunschweig

Lass mal nach Braunschweig fahren! Es gibt sogar einen Sonderzug“, so fing es an, am Ende fiel der Sonderzug aus und wir bestellten so spät dass die Fanladenbusse voll waren und wir mit der Regionalbahn reisen durften. Der Urlaubstag war genommen, die Abendschule wurde geschwänzt, wenn ich in Programmieren ne 4 kriege liegt das also an der DFL!

Also los, Abfahrt 11:50 in Hamburg, Umsteigen in Uelzen und dann nochmal in Hannover. Ab Hannover musste man nicht mehr heimlich seine „Cola-Spezial“ trinken(Metronom und so). In der Bahn trafen wir dann noch einen älteren Herren der aus seinen Zeiten erzählte, er spielte für Holstein Kiel und den HSV in den Sechzigern(!) und sein Lieblingsspieler beim HSV war damals auch nicht Seeler sondern ichhabdennamenvergessen, „weil der noch richtig saufen konnte“.  Er erzählte auch von seinen Erlebnissen als Auswärtsfahrer(von „dann gab’s halt einen auf die Nuss“ bis „wir hatten immer einen Trichter dabei“), sehr großer Unterhaltungswert.

Braunschweig Hbf

In Braunschweig angekommen ging es dann durch einen Versorgungstunnel zum separaten Ausgang an dem bereits die Shuttlebusse, ein Dixi, ein paar Powerranger warteten. Alles in allem war es sehr entspannt, die Behelmten hatten einen lockeren Ton drauf, lediglich die 4 Hunde die im Hintergrund aufgestellt waren und sich lautstark bemerkbar machten empfand ich als überzogen. Eigentlich sind es vom Bahnhof zum Stadion knapp 7 Kilometer, wir hatten aber allerdings offenbar die große Rundfahrt gebucht und so wurden wir dann einmal über die Autobahn eine gefühlte halbe Stunde einmal um die ganze Stadt gefahren. Jeder Bus im Blaulichtsandwich.

Dann endlich am Stadion wurden 3 von unseren 5 Leuten gleich mal etwas genauer durchsucht und mussten dazu in einen extra, durch Planen abgehängten, Bereich. Kaspertheater… Drinnen wurde dann das Banner aufgehängt, ein Platz gesucht und die üblichen Verdächtigen begrüßt.

12:12

12:12, Klappe halten war auch bei uns ausgerufen. Das war wirklich seltsam. Sehr schwer zu beschreiben wie es sich anfühlt, nur Gebrabbel und Gemurmel. Jeder Supportversuch von Streikbrechern nicht Informierten wurde direkt in einem „PPSSSCCCHHHHHTTTTT“ erstickt, zwischenzeitlich erinnerte das ganze Stadion an eine kaputte Gasleitung *zisch*. Wenn man sich mal das Medienecho ansieht ist es aber offensichtlich ein probates Mittel, mal sehen ob das am Samstag auch am Millerntor durchgezogen wird, ich fände das gut. (ich hätte euch ja ein Video davon hochgeladen, aber da die DFL grade übermäßig die Rechte-Keule schwingt spar ich mir das mal.)

UPDATE: hier ist so ein Video(keine Ahnung wo das herkommt)

Wildwuchs im Stadion

Das Spiel: Ja jetzt kommt wieder das große „hätte, wäre, könnte“. Braunschweig steht zu Recht da wo sie stehen, da läuft alles zusammen und kommt jeder Ball an. Wir standen auch sehr gut und hatten unsere Chancen. Dann das 0:1 in der 17. Minute, ärgerlich. Dann kam die rote Karte für Bartels in der 22. Minute, absolut überzogen, bei gelb hätte er sich nicht beschweren brauchen aber rot.. nein absolut übertrieben. 70. Minuten in Unterzahl bei der heimstärksten Mannschaft der Liga,  da blieb wenig Hoffnung, zumal mit Bartels ja nun einer fehlte der offensiv auch einiges bewegen kann.

Bartels geht duschen

Die Braunschweiger gaben also fortan den Ton an und in meine Gedankengänge hatte sich das Wort „Schadensbegrenzung“ eingeschlichen. Die Zweite Hälfte gefiel mir dann schon besser, als dann Gogia für Buchtmann(50.) und Gyau für Ebbers(59.) kamen nahm das ganze nochmal Fahrt auf und der Ausgleich schien nicht mehr ganz so unwirklich. Als dann Saglik für Funk(76.) kam und auch der BTSV zu zehnt war, ging es dann nur noch Richtung Braunschweiger Tor, die setzten daraufhin auch einige gute Konter.

Die Einwechslung von Saglik war wohl nicht nur für mich überraschend, er selbst glaubte wohl  nicht mehr an seinen Einsatz und stellte nach Einwechslung Gyau beim Aufwärmen so sehr auf Sparflamme, dass Schulle sich genötigt sah ein paar Worte in seine Richtung zu verlieren damit er wieder auf trapp kommt. Am Ende hat es nicht gereicht, die Rote Karte war spielentscheidend, sonst hätte man was holen können, der Ausgleich wäre verdient gewesen, hätte hätte Fahrradkette.  Die Mannschaft kam noch zum Abklatschen an den Zaun, Schachten gab wieder sein Trikot ab, beides sehr schön.

Mannschaft kommt zum abklatschen

Abwanderungswelle zu 40. Minute

Abwanderungswelle zu 82. Minute

4 von 5! trotz Gasgrill

Zurück im Bahnhof wurden dann die letzten drei verbliebenen Paderborner(ja das Bier(ja ich weiß, aber es gab nun mal kein anderes)) aus dem Kiosk  gekauft und die Heimfahrt angetreten. In Hannover hatten wir nochmal Aufenthalt und konnten uns noch für den Rest der Fahrt versorgen(anderes Bier, aber nicht viel besser). Beim Umsteigen in Uelzen war dann überraschenderweise nix los, alles zu und die Polizei blieb auch lieber im Bus sitzen. In Harburg bin ich dann aus dem Zug und in die letzte S Bahn gesprungen und war um kurz vor 1 Uhr zu Hause, ohne Punkte, mal wieder…

willi vom OSTBLOCK

gab nix anderes…

Weiterer Bericht vom Gegengeraden Gerd

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7 Gedanken zu „Auswärts nach Braunschweig

  1. Pingback: Gegengeraden-Gerd: Jetzt rede ich! » » Abend-Rot

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