Statt Twist eher Blues. Zuhause gegen den MSV.

Mein Spieltag beginnt, wie sollte es anders sein, viel zu früh. Nach Berlin habe ich mich an der Burgstraße raus gelassen und hab auswärts gepennt, dabei jedoch Bommel und Schal vergessen. Die mussten ja mit, sonst ist man ja nicht komplett. Also einmal quer durch die Stadt eiern. Das Beeblebloxsche Orakelfrühstück, welches ich mir fest vorgenommen hatte, fiel aus. Was kommt auch schon essbares aus Duisburg?

Also ab an den Container, Kartentausch abwickeln, Tapeten verteilen, Leute treffen, Verschnackung. Den Präsidenten samt Zaunlappen und Fahnensack auf die Gegengerade verfrachtet und sich selbst auf der Süd breit machen. Derzeit ist die Kartensituation für Nicht-Dauerkarteninhaber ja eher bescheiden. Mein Lichtblick evtl. Waldorf und Stetler wiederzusehen zerschlug sich, stattdessen stand so’n kleiner Giftgnom vor mir. Schrie rum, warf den leeren Bierbecher über den Zaun und zeigte der Gegengerade den Mittelfinger. Freundlich aber bestimmt, mittels sanften Klaps auf den Hinterkopf, wies ich ihn an das zu lassen und sich eher aufs Spiel zu konzentrieren. Freunde werden wir wohl nicht mehr.

Nachdem wir genüsslich den Freitags Faux Pas einer gewissen Gruppe aus dem Stellinger Umland ausgewertet hatten und der Meidericher Gästeanhang sich via „Scheiß St.Pauli“ Rufen bemerkbar gemacht hat, sollte die Gästehymne gespielt werden. Doch halt, eine Gruppe Duisburger sind Tags zuvor vorstellig geworden und baten darum, dass ein anderes Stück gespielt werden soll. Diese Perle der Stadionmusik will ich euch hier nicht vorenthalten:

Traumhaft…

Regenbogen!

nochmal Regenbogen!

Vielerorts Tapeten die sich mit der JHV, Gernot Stenger und seinen Aussagen beschäftigten. Die Aussage einer gewissen Hamburger Zeitung, nachdem den Kindern von Stenger gedroht wurde, ist nicht nur unhaltbar, sondern schlicht falsch, wie wir bei den Bildern vom kleinen Tod sehen. Inzwischen findet sich der Absatz auch nicht mehr in der Online Präsenz. Kommen wir zum Spiel.

Pilsdecken, die flogen sehr weit, auch interessant zu sehen wie sie im Spielverlauf immerweiter nach Süden zogen.

Ging gut los. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Niederlage in Berlin Spuren hinterlassen hat. Klar kamen nicht alle Bälle an, aber Zauberfußball gibt’s am Millerntor auch nicht  zu häufig. Ginczeck mit seinem 6. Tor, schön rausgespielt. Schade, dass er nur eine Leihgabe ist. Danach die gelbe Karte war unnötig, wenn ich auch der Meinung bin, dass der Schiedsrichter schon bessere Tage gesehen hat…

Kinder im Stadion, so viel zum Thema wie gefährlich es doch im Fussball ist.

noch mehr Kinder

Kurz vor der Halbzeit dann der Ausgleich durch eine Gurkenflanke und mangelndes Abwehrverhalten. Kommunikationsproblem zwischen Tschauner und Kringe. Passiert, sollte man aber nicht wiederholen. Halbzeit. Wenn die Stehplätze als Wurzel allen Übels herhalten müssen verstehe ich nicht warum die Leute ihre Kinder zu dieser unglaublich gefährlichen Veranstaltung mitbringen. Immerhin befinden sich „Sogenannte Fans“ im Stadion. Die Haupt leerte sich so schnell, dass ich mich manchmal frage ob die da drüben breitere Gänge haben in die mehr Leute passen. Vielleicht muss ich auch mal ein Haupttribühnenpraktikum machen.

Haupttribüne zum Wiederanpfiff, ähnlich leer wie die Süd BS(nächstes Bild).

Süd zum Wiederanpfiff…

In der Halbzeit der übliche Klönschnack mit dem Schwaben und der Gang.Und wie findest du, spielen sie heute?“ „Joa… von links nach rechts in kurzen Hosen, zweite Halbzeit andersrum“ Schön. So’n 1:1 ist doch irgendwie unbefriedigend, daher hoffte ich auf mehr in der 2. Halbzeit. Supporttechnisch mal nicht so der Rahmen den man sich wünscht aber man kann ja nicht immer alles haben. Zweite Halbzeit wird angepfiffen.

BASISSTPAULI

Meine Blase teilt mir mit, dass sie ganz schön voll ist, also los in die Keramikabteilung und dann auch gleich mal für Nachschub sorgen. In der Zeit schießt Bartels den magischen FC erneut zur Führung. War ja klar… anhand der Bilder konnte ich dann den artistischen Seitfallzieher nachvollziehen. Behalten den Mann… unbedingt! Freude auf den Rängen und weiter ging es, direkt danach Gelb-Rot für den Duisburger Parnic. Könnte uns in die Karten spielen wobei wir gegen Gegner in Unterzahl nicht so effektiv sind.

Jedoch nicht heute. Bartels legt nach, macht das 3:1 hat auch noch das 4:1 auf dem Fuß will dann aber zuviel. Das besorgt dann der eingewechselte Mahir Saglik. Hat noch Zeit sich die Kugel zurecht zu legen, schießt und drin ist er. Alle jubeln, alle sind froh, nur Jessi nicht. Die ist nämlich die Damenabteilung besuchen. Zum zweiten mal. 50% unserer Tore verpasst. Meinen Vorschlag, die Spiele nun komplett von der Schüssel zu verfolgen, damit wir pro Spiel etwa 25 Tore machen wollte sie aber nicht wahrnehmen. Völlig unverständlich.

Der Schwabe muss los sprinten, da Stuttgart direkt im Anschluss spielte. Wir sammelten uns am AFM Container, Fahnen gezählt(3 weniger als zu Beginn des Spiels…) und dann Marsch zum Fanladen, wieder begleitet von den behelmten und mit jeder Menge Schadenfreude bezüglich der Stellinger Vorkommnisse.

Münsteraner Tatort mit Axel Prahl bildeten dann meinen gelungenen Spieltagsabschluss. Montag JHV, Mittwoch dann Braunschweig und Samstag Kaiserslautern. Ohauahauaha….

Gruß und Kuss,

euer OSTBLOCKjohnny

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und die Breitseite pöbelt auch zum Spiel

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2 Gedanken zu „Statt Twist eher Blues. Zuhause gegen den MSV.

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