„Tschüß Chef, ich geh zum Fußball“ „is Montag“ „Jaaahaaa…“

Das Thema fanunfreundliche Anstosszeiten ist in der Vergangenheit ja bereits deutlich angegangen worden. Dennoch muss auch ich mal meinen Senf dazugeben. Daher: Montag is nich nur Kotze sondern auch Kotzescheisse. Wenn man direkt am Stadion wohnt und einen kulanten Arbeitgeber wie ich hat könnte man weniger meckern, mach ich aber nicht. Montags ist einfach fanunfreundlich. Wenn ich nächste Woche nach Berlin fahre muss ich mir wieder nen halben Tag Urlaub nehmen. Aber schön, dass DSF dann mehr Zuschauer hat. DSF sollte man höchsten Donnerstag anmachen, da kommt „Sie nannten ihn Mücke“.Mein Spieltag begann also damit, bei meinem Chef anzufragen ob ich heute eher gehen kann, is ja Fußball. Andere schwänzten die Abendschule oder tauschten Schichten. Fix nach Hause, umziehen, Tee trinken. Die erste Kartenübergabe vor der Haustür regeln und dann zum AFM Container. Dank der Alten Schule kann ich mich diesmal wieder im Kreise meiner Mitstreiter auf der Gegengerade einfinden. So der Plan.Langsam findet sich auch die Bezugsgruppe ein, nur die Karte, die lässt noch auf sich warten. Naja dann nochn Bier am Container. Nachdem alle Modalitäten geklärt waren gings rein. Also wäre schön gewesen wenn. Dom und ein Schmaler Eingang zur Süd erschwerten das voran- und reinkommen doch sehr. Nach der Kontrolle „Nehmen sie bitte die Mütze ab“ „Alda, da is nix drunter, nich mal Haare“, rein und Platz gesucht. Sonst sind wir ja früher da, also drängeln, zur Bezugsgruppe stellen, Bier trinken.Als die Manschaften einlaufen müssen wir Tapeten hochhalten, sodass ich nur flüchtige Blicke auf die anderen Kurven werfen kann. Tenor einhellig: Montag is doof und Kritik am Präsidium. Beidem stimme ich zu, das ist jedoch meine eigene Meinung und da gestehe ich auch jedem eine eigene zu. Die JHV, deren Anträge online sind, wird zeigen in wie weit das von anderen Mitgliedern mitgetragen wird.

Kommen wir zum Spiel. Ich vermisse Waldorf und Stetler und hoffe, dass es Ihnen drüben gut geht. „Drüben“. Das hört sich an als ob eine Mauer das Stadion trennt… büschn theatralisch. Ringsrum stehen aber genug andere Meckerköpfe und so beginnt nach schönem Gesang dann auch für mich das Spiel. Bochum sollte eine lösbare Aufgabe sein und auch der Anfang gefiel mir sehr gut. Nach einigem hin und her und einer guten Chance für Ginczek fasst sich dieser auch selbst ein Herz und nagelt das Ding in die Maschen. Und wenn wir hier schon gerade beim Phrasenschwein füttern sind: Die Überlegenheit auf dem Feld wurde in ein Tor umgemünzt. Danach flachte das Spiel etwas ab und Bochum kam so zu seinen Gelegenheiten. Mit der Führung ging es dann in die Pause.

Während der Halbzeit wurde von meinem Präsidenten und dessen Vize versucht mich bei anderen Fanclubs gegen deren Mitglieder einzutauschen. Wertschätzung im Kreise der Familie könnte man sagen. Montags Abschaffen Tapete entrollt und grummelig Bier getrunken. Soviel gesungen hab ich in der ersten Halbzeit selten. Mein Praktikum auf der Süd scheint Früchte zu tragen.

Zweite Halbzeit geht los, beginnt auch druckvoll allerdingst fällt nichts zählbares ab. Dann dieser unsägliche Freistoß. Natürlich habe ich die Vereinsbrille auf und würde daher nichts gegen Thorandt sagen aber auch nach Studium der Fernsehbilder muss ich sagen… das war nix. Meine Meinung. Naja… Ausgleich 1:1 Passiert halt. Danach noch eine kämpferische zweite Halbzeit aber viel kam dann nicht mehr bei rum. Dafür ging auf den Rängen um so mehr. Wechselgesang mit der Nord, der dann aufs ganze Stadion übergriff. Find ich gut 🙂 generell wurde mehr gesungen zumindest subjektiv in meinem Umfeld.

Calle ist ein verdienter Mann und hat jede Würdigung im Stadion verdient. Leider habe ich unseren “ Calle, für immer mit dir“ Doppelhalter vergessen. Vielleicht fährt den die Post mal nach Bochum. Welle gemacht und gut. Anderes Thema: in der Gegengerade wurden nun Herrentoiletten installiert… Ich hatte ja Angst, dass nichts meine gute alte Pinkelrinne aus dem Container ersetzen kann. Die nun verbauten Urinale auf der Fläche die grösser als meine Wohnung ist haben allerdings etwas Wannenartiges was auch von anderen wohlwollend wahrgenommen wurde. „Uuuuuurinale,  ohhh ohhhh“ Gesänge hallten durch den Saal, der Spirit des alten Containers konnte also mitgenommen werden. Singen geht immer.

Danach noch Diffidati Marsch zum Fanladen. Teilweise verwirrte Cops die scheinbar von der Route überrascht waren. Naja is ja auch schwierig wir gehen ja sonst woanders lang… nicht.Am Fanladen noch Bier und n Schwätzchen und mir natürlich direkt wieder ne Mütze eingekauft… die kriegen mich aber auch immer wieder. Dann nach Hause und gute Nacht, Dienstag musste ich ja wieder arbeiten.

Johnny vom OSTBLOCK

Links:

Fotos von Gröni
Bilder von der USP
Blog und Bilder von Zaphod
Pathos: „Wenn das ein Freistoß war, dann bin ich die Kaiserin von China. Und der Schlagzeuger aus der Muppets-Show. In Personalunion.“

Ein Gedanke zu „„Tschüß Chef, ich geh zum Fußball“ „is Montag“ „Jaaahaaa…“

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