OSTBLOCK im Exil, Heimspiel gegen Dynamo.

Mein Heimspielerlebnis beginnt 150km südlich von Hamburg in der Zone. Geburtstagsfeier am Samstag und damit verbunden eine frühe Rückreise damit wir noch Fußball gucken konnten. Der erste Schock morgens um acht. Das Auto macht folgende Geräusche: „Deng Deng Klack“ *Stille* Sofort durchfährt es mich. „Licht angelasssen? Radio nicht ausgemacht? Batterie leer? Wie sollen wir jetzt pünktlich ankommen ohgoddohgoddohgodd“ Vaddern, komm mal raus, gib mal bitte Starthilfe. Vaddern: „klar“ Vadderns Auto „Deng Deng Klack“ *stille*Vaddern „Stimmt, da hab ich ja nächste Woche nen Termin bei der Werkstatt wegen“ Ich vertrockne innerlich, wäre es nicht so kalt gewesen wäre ich in tränen ausgebrochen. Meine Tränenkanäle waren nur, wie das Auto auch, eingefroren. Ging dann zum Glück alles noch gut und wir waren rechtzeitg auf dem Highway ins Glück.

AFM Container vorm Spiel „Mist der Jägermeister is alle, gib Vaddi mal Schnaps“

Im Auto selbst wurde wieder über den Indian Summer philosophiert und von der Rücksitzbank kamen so viele gute Vorschläge, dass ich mich gezwungen sah wärend der Fahrt zu schreien und ins Lenkrad zu beißen. Emotionen kochten hoch, das muss ja heute gut werden. Schnell zu Hause umgezogen, in den Fanladen geeilt um den Seidenschal der Mafia abzukaufen und dann in die konspirative Wohnung zum Warm Up und Fahnen einsammeln. Zusammen ging der OSTBLOCK dann zum AFM Container und genoss das vorerst letzte gemeinsame Bier. Denn neben dem Alkoholverbot (Sicherheitsspielblablabla) wagte ich auch ein Experiment. Südkurve. Die Kartensituation auf der Gegengerade ist ja bekannt und ich zähle zu den neuen Dauerkartenbesitzern die erst mit Fertigstellung der Gegengerade eine Karte bekommen. Diesmal also Süd. „Stimmungspraktikum“ während also Präsident und Kassenwart den Fahnensack in die Gegengerade beförderten blieb der Rest vor dem Container sitzen. Gab ja noch Bier. Durch einen witzigen Zufall trafen wir auch einen Exil Nordsupportler der sich genau dieses Spiel ausgesucht hatte um nach Dekaden Nordkuve auch mal was anderes kennen zu lernen. Also alle nochn Wegbier und schwupps rein ins Stadion. Wir sortieren uns in die Süd ein. Vor mir stehen Waldorf und Statler. Den beiden scheint nichts zu gefallen, nicht mal das Wetter. Schöne Sache. Rings um mich rum der Kreis meiner Lieben. Der Quotenschwabe tippt mich immer an und fragt, ob ich denn gerne mit ihm zum Fußball gehe. Gefühlt alle 23 Sekunden. Was habe ich das vermisst. Dann geht das Spiel los. Choreo von Dresden war sehr gut gemacht. Alle machen da mit und ziehen an einem Strang. Schönes Motiv. Leider gab es noch Action im Gästeblock, scheinbar wurde versucht als Strafe für den Einsatz von Rauchtöpfen Zaunfahnen zu verbieten und bereits aufgehängte abzunehmen. Behelmte machen sich bereit. Unschön und nicht gerade deeskalierend.

Kampfjets? Schwere geschütze auf der Gegengerade.

Auf der Gegengeraden wehen einige unserer Fahnen und das macht optisch schon was her. Wäre schön wenn das mal mehr wird.Fußball: Fahrig und scheinbar ohne Konzept. Waldorf schickt Statler los Kaffe holen und regt sich dann direkt über Kalla auf. Zurecht denn Momente später steht es 0:1. Das Tor hab ich nicht gesehen denn ich war Aufkleber im Sanitärbereich anbringen. Analyse des Schwabens bei meiner Rückkehr: „Kannst wegbleiben“. Fußball ist schön. Inzwischen schließe ich mich Waldorf und Statler an. „Das kannst doch keinem anbieten“ Da fällt auch noch das 0:2 Der Tag ist für mich eigentlich schon gelaufen. Innerlich habe ich mich bereits auf Abstiegskampf eingestellt da kommt er, der Lichtblick des Tages, Fabian Boll. Kurz vor der Pause, Ballannahme, Rücken zum Tor, Drehung, Schuss, Jubel. Ich klopfe Waldorf auf den Rücken und umarme Statler. Freudentaumel. Halbzeitpfiff. Analyse der Expertenrunde. Da ich keine Ahnung habe nicke ich einfach und wiederhole den Schwaben. Erste „Frontzeck raus“ und „Die Mannschaft spielt gegen den Trainer“ Rufe werden laut. Neben mir fällt der Satz „Maggath is ja wieder verfügbar“. Ein Raunen macht die Runde. Das Experiment „Süd“ nimmt Fahrt auf. Teile von uns stehen ja gerne und öfter hier, ich sehne mich allerdings nach den alten Nörgelgesichtern. Stimmungsmäßig als Aussenstehender war es in der ersten Halbzeit wie das Spiel. Unterirdisch. Zweite Halbzeit: Beim einlaufen der Manschaft fantasiere ich noch von einem Unentschieden, 4 Minuten Später ist es schon da. Wieder Jubel, wieder Freude, wieder Umarmungen für Waldorf und Statler. Der Lieblingsschwabe kriegt einen Kuss auf die Wange und alle haben sich lieb. nochmal 5 Minuten später totale Extase. Waldorf und Statler lasse ich nicht mehr los. alle singen und springen. Fußball ist doch schön. Danach kommen noch so einige Sachen zustande und ab Minute 70 werden die „Pfeif ab den Laden“ Rufe laut. Waldorf sinniert noch über den meiner Meinung nach unkonstanten Schiedsrichter als 3 Minuten Nachspielzeit angesagt werden. Ich zittere, jedoch nicht vor Kälte sondern aus Angst das hier doch noch der Ausgleich fällt. Dann der Schlusspfiff, endlich. Der Schwabe verabschiedet sich da Stuttgart in einigen Minuten spielt, ich verabschiede mich von Waldorf und Statler die ich, denke ich, am meisten vermissen werde. Die Mannschaft verabschiedet sich von den Fans. Gruppenzusammenführung am Container, Bier holen, Fahnen zählen und dann Diffidati Marsch. Diesmal etwas kleiner als ich ihn sonst in Erinnerung hatte und ausserdem begleitet von den Behelmten. Was die zum Schluss vor dem Fanladen noch zu suchen hatten erschloss sich mir nicht so und als sie verschwunden waren entspannte sich die Stimmung doch. Hände schütteln und schnacken im Fanladen, dann zu Hermann mit Fußball und Bier dann nach Hause und den Tatort gucken. Gelungener Sonntag. Bevor Fragen aufkommen: Ja Der Bericht ist von der Süd, Die Fotos allerdings vom Präsidenten auf der Gegengerade.

Johnny

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6 Gedanken zu „OSTBLOCK im Exil, Heimspiel gegen Dynamo.

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